THE WEDDING OF


Sophie & Marvin


Eine Hochzeit, die sich ein bisschen nach Sommerurlaub angefühlt hat, ohne dafür den Breisgau verlassen zu müssen. Zitronen auf den Tischen, warmes Licht, luftige Stoffe, ein modernes Glashaus und ganz viel Leben zwischen den Gästen: Sophie & Marvin haben ihre Hochzeit im Dialekt in Merdingen gefeiert – und dabei eine Atmosphäre geschaffen, die gleichzeitig stilvoll und unglaublich entspannt war.


Was mir an dieser Hochzeit besonders gefallen hat? Sie fühlte sich nicht nach einer bis ins letzte Detail durchinszenierten Veranstaltung an. Die vielen kleinen Gestaltungselemente waren präsent, ohne den Tag zu dominieren. Und genau das sieht man auch auf den Bildern: Es geht nicht nur um das Brautpaar, sondern um diesen ganz besonderen Sommertag, an dem Familie und Freunde zusammenkommen und einfach eine verdammt gute Zeit haben.

THE GETTING READY


Der Hochzeitstag begann für Sophie mit all den kleinen Momenten, die kurz vor einer Hochzeit irgendwie zwischen Aufregung und Vorfreude hängen.

Das Kleid wartete bereits auf seinen großen Auftritt, während sich langsam alles zusammensetzte: Schuhe, Schleier, Schmuck und natürlich die Menschen, die Sophie an diesem Morgen begleitet haben.


Besonders schön finde ich bei ihren Getting-Ready-Bildern die Mischung aus ruhigen Detailaufnahmen und echten Momenten. Mal ist da nur das Kleid im Raum, mal werden noch letzte Handgriffe am Styling gemacht und zwischendurch wird gelacht. Genau diese Mischung macht ein Getting Ready für mich aus. Es muss nicht jede Minute dokumentiert werden. Viel spannender sind die kleinen Situationen, die tatsächlich passiert sind – jemand hilft beim Kleid, eine Freundin richtet noch schnell etwas, plötzlich wird gemeinsam gelacht.


Kleiner Tipp für euer Getting Ready: Wenn ihr euch solche Bilder wünscht, achtet bei der Wahl des Raumes nicht nur darauf, ob er praktisch ist. Ein heller Raum mit großen Fenstern, etwas Platz und möglichst wenig herumstehenden Gegenständen macht fotografisch einen riesigen Unterschied. Und wenn am Ende trotzdem irgendwo der Koffer herumsteht? Dann gehört der eben zum echten Hochzeitstag dazu. Und den Rest schieb ich einfach durch den Raum, wie es mir passt - seht es mir nach, es lohnt sich!

THE CEREMONY


Dann wurde es ernst.

Die Trauung von Sophie & Marvin fand unter freiem Himmel statt und fügte sich mit ihrer hellen, luftigen Gestaltung wunderbar in den sommerlichen Charakter des Tages ein. Weiße Stoffe bewegten sich leicht im Wind, dazu die floralen Elemente und das warme Licht – mehr mediterranes Hochzeitsgefühl geht eigentlich kaum.

Und trotzdem waren es nicht die Details, die diesen Teil des Tages getragen haben, sondern die beiden selbst.


Die Blicke zwischen Sophie und Marvin, das Lächeln während der Zeremonie und die Reaktionen der Gäste erzählen viel mehr über diesen Moment als jede noch so perfekte Dekoration.


Besonders schön: Die Trauung war nicht nur „schön anzusehen“, sondern hatte diese leichte, ungezwungene Stimmung, die sich auch auf den Bildern wiederfindet. Die Gäste waren mitten im Geschehen und nicht einfach nur Zuschauer. Das i-Tüpfelchen war die persönlich gehaltene Traurede des Bruders der Braut.

THE Afternoon


Nach der Trauung änderte sich die Energie des Tages spürbar.

Die Anspannung war vorbei, die beiden waren verheiratet – und plötzlich war da einfach nur noch dieses große Zusammensein. Gespräche, Umarmungen, Drinks, Kinder, die irgendwo zwischen den Erwachsenen unterwegs sind, und Gäste, die sich teilweise seit Ewigkeiten nicht gesehen haben.

Genau diese Phase liebe ich fotografisch besonders, weil sie nicht kontrollierbar ist – und genau deshalb so viel Leben in die Reportage bringt.


Zwischen den Gratulationen entstehen kleine Begegnungen, die man vorher unmöglich planen könnte. Ein kurzes Gespräch am Tisch. Ein Lachen. Eine Umarmung. Jemand läuft durchs Bild. Ein Kind entdeckt etwas viel Spannenderes als die Erwachsenen.


Und natürlich gab es auch Gruppenfotos. Aber eben nicht ausschließlich die klassische Variante „alle bitte einmal nebeneinander aufstellen und lächeln“. Ein paar organisierte Gruppenbilder gehören für mich definitiv dazu – gerade weil man später froh ist, bestimmte Menschen gemeinsam auf einem Bild zu haben.

Danach darf es aber wieder locker werden.


Mein Tipp: Plant Gruppenfotos lieber bewusst in den Ablauf ein, statt sie irgendwann zwischen Sektempfang und Essen dazwischenzuquetschen. Mit einer vorher festgelegten Liste geht es deutlich schneller – und danach könnt ihr euch wieder den echten Momenten widmen.

THE Location


Das Dialekt in Merdingen war für diese Hochzeit eigentlich die perfekte Bühne.

Das Glashaus bringt unglaublich viel Licht mit und verbindet Innen- und Außenbereich miteinander. Dadurch fühlt sich die Feier nicht wie zwei voneinander getrennte Bereiche an. Die Gäste können sich bewegen, draußen sitzen, wieder hineingehen – und genau diese Offenheit spiegelt sich auch in den Bildern wider.

Besonders am Nachmittag entsteht durch das viele Glas dieses helle, warme Sommergefühl. Später kommen die ersten Lichter dazu und verändern die Stimmung noch einmal komplett.


Dadurch hatte die Location im Laufe des Tages fast zwei Gesichter: leicht und sonnig am Nachmittag, warm und gemütlich am Abend.


Und dann wären da natürlich noch die Zitronen.

Sie tauchten nicht einfach irgendwo als kleines Deko-Element auf, sondern zogen sich wie ein mediterranes Detail durch das gesamte Konzept. Auf den Tischen, zwischen den Blumen, kombiniert mit Olivenzweigen und warmen Naturtönen. Dazu weiße Tischwäsche, filigrane Papeterie, Kerzen und florale Arrangements. Nichts wirkte überladen. Stattdessen entstand ein Look, der gleichzeitig modern, mediterran und sommerlich war.


Besonders schön finde ich die kleinen Details, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht wahrnimmt: die Kombination aus Zitronen und Grün, die unterschiedlichen Texturen auf den Tischen, die kleinen Namenskarten und die Art, wie das natürliche Licht über die gedeckten Tische fällt.


Genau solche Dinge fotografiere ich deshalb so gerne. Nicht, weil eine Hochzeit dadurch „perfekt“ werden muss, sondern weil sie etwas über die Menschen dahinter erzählt. Sophie & Marvin haben mit ihrer Hochzeit im Dialekt Merdingen genau das geschafft: eine Feier, die nach ihnen aussieht.



Und vielleicht ist das ohnehin die schönste Art, eine Hochzeit zu planen.

Nicht danach, was gerade überall auf Pinterest auftaucht.

Sondern danach, was sich für euch richtig anfühlt.

THE COuple


Für die Brautpaarsession mussten Sophie & Marvin nicht weit weg. Rund um das Dialekt in Merdingen gab es genau die richtige Mischung aus Natur, offenen Flächen und ruhigen Ecken. Und die Bilder zeigen ziemlich gut, wie unterschiedlich eine Location innerhalb weniger Meter wirken kann.


Mal stehen die beiden mitten in der Landschaft, mal verschwinden die Hintergründe in weichem Grün, mal wird es etwas intimer. Dazu Sophies Kleid mit dem langen Schleier, der bei Wind plötzlich fast selbst zum Hauptdarsteller wird. Was ich an dieser Session besonders mag: Sie wirkt nicht wie eine Aneinanderreihung von Posen. Es gibt Bewegung, Nähe, Blicke und zwischendurch einfach zwei Menschen, die miteinander unterwegs sind. Genau das ist mir bei meinen Brautpaarshootings wichtig. Ihr müsst keine Models sein und schon gar nicht wissen, was ihr mit euren Händen machen sollt. Dafür bin ich da.

Und wenn der Schleier irgendwann über mehrere Meter hinter euch herfliegt? Umso besser.

THE THANK YOU


Liebe Sophie, lieber Marvin, ich bedanke mich von Herzen für euer Vertrauen, mich so nah an eurem großen Tag dabei zu haben. Es war mir eine Ehre!